PC oder Mac kaufen? Ist der Mac teuer?
Ich habe bereits vor einiger Zeit einen längeren Erfahrungsbericht zu “Mac oder PC” geschrieben, möchte heute noch einmal auf die Kosten eines Mac zu sprechen kommen.
Das ein Mac in der Anschaffung teurer als ein ausstattungsähnlicher PC ist, wissen wir. Argumente hinsichtlich Design und Haptik können wir getrost vergessen, wenn wir von einem Arbeitsgerät sprechen. Hier zählen die Fakten – auf die ich hier kurz eingehen möchte. Ein Mac ist in der Anschaffung teurer als ein PC, aber ein Mac kann bei den Betriebskosten deutlich sparen!
1) Software ist oftmals günstiger
Ein Beispiel aus der Bildbearbeitung:
Photoshop ist das Mittel Nr. 1, wenn es um professionelle Bildbearbeitung geht – Kostenpunkt (PC / Mac): Über 1000,00 Euro.
Gimp wäre die bekannteste kostenfreie Open Source Variante, überzeugt aber (mich) nicht. Sicher gibt es noch eine Reihe weiterer Bildbearbeitungsanwendungen, aber für den PC kenne ich keine halbwegs brauchbare Alternative zu Photoshop.
Für den Mac gibt es Pixelmator: 29,99 Euro
Ein Beispiel für Textverarbeitung:
Bekannteste Textverarbeitungssoftware: Microsoft Word. Alleine die Lizenz (ohne Officebundle) für Word: ab 100,00 Euro aufwärts. Office for Student, ebenfalls um die 100,00 Euro – natürlich nur für den privaten Einsatz
OpenOffice wäre die kostenfreie Alternative für Mac oder PC, überzeugt aber wiederum nicht vollständig in der Bedienung. Mir macht arbeiten damit keinen Spaß.
Für den Mac gibt es Pages: 15,99 Euro – gleiches gilt natürlich auch für Excel = Numbers und Powerpoint = Keynote
Wichtig ist: Die Mac Alternativen decken eine Vielzahl der Funktionen von Microsoftanwendungen ab, eine gewisse Umstellung ist aber erforderlich. Wen das nicht freut, der bedient sich mit Office for Mac.
2) App Store spart Zeit bei der Softwarerecherche
Auf der Suche nach passender Software, kann sich ein PC-Nutzer stundenlang mit Suchmaschinen-Recherche beschäftigen. Lohnt der Kauf der Software, gibt es Alternativen, funktioniert die Software auf meinem PC? Der Apple App Store ist da einfacher: Schlagwort eingeben, Produktbeschreibung, Bewertungen ansehen, Preise vergleichen – alles auf einer Seite. Noch nicht perfekt: Testversionen für kostenpflichtige Anwendungen gibt es im App Store noch nicht – jedoch ist der Hersteller des Programmes immer nur einen Klick entfernt und hier ist oft eine Testversion via Download erhältlich.
3) Mac OS X läuft stabil
Der Mac ist halt doch fast wie ein Käfer: Er läuft und läuft und läuft…. – Neuinstallation einmal pro Jahr: Nicht erforderlich. Defragmentierung: nicht erforderlich. TuneUp Software: nicht erforderlich. Und sollte doch mal eine Neuinstallation erforderlich sein, ein Backup sollte nicht weit sein (siehe nächster Punkt: Versions- und Backupkonzept).
Übrigens: in den Zeiten, als ich noch PC Neuinstallationen für Bekannte durchgeführt habe, wurde ich häufiger gefragt ob es nicht möglich wäre, die Programme einfach per Drag und Drop für die Neuinstallation nach extern zu kopieren. Haha! Das geht natürlich nicht mit einem PC. Mit einem Mac geht das schon….
4) Vollständiges Versions- und Backupkonzept
Das kennt sicher JEDER: Vorhandene Exceltabelle geöffnet, geändert, gespeichert! ….Wo ist jetzt die alte Version? Verdammt, unwiederbringlich überschrieben!
Oder: Feierabend, PC herunterfahren. Sollen die Änderungen gespeichert werden? Nein!…… *hoppla* DOCH!!!! *zuspät*
Mac arbeitet mit Versionen, jede Änderung eines Dokumentes wird versioniert. Es gibt immer die alte Version und die neue Version. Beim “schnellen herunterfahren” wird ebenfalls eine Version des letzten Standes gesichert. Überschriebene, oder nicht gespeicherte Dokumente gehören damit der Vergangenheit an. Und auch das Backupkonzept, welches vollständig im Betriebssystem integriert ist, speichert brav, zuverlässig, regelmäßig und beständig. Dabei ist kein Informatikstudium von Nöten. Einfach in der TimeMaschine einen Speicherpfad für Backups angeben und TimeMaschine aktivieren. Fertig.
5) Durchgängiges Cloudkonzept
Die Cloud ist generell praktisch, wenngleich nicht ganz ungefährlich. Wir dürfen nicht vergessen: Die Daten, welche wir in die Cloud transportieren, stellen wir einem im Internet erreichbaren Server zur Verfügung. Natürlich werden die Daten geschützt, aber wir alle haben gelernt, dass sich im Internet eigentlich nichts so richtig schützen lässt. Daher stellt sich ganz generell die Frage: Was stellen wir uns in der Cloud überhaupt zur Verfügung? Wenn wir das für uns festgelegt haben, dann können wir die unsensiblen Daten an nahezu jedem Ort der Welt in der Cloud nutzen.
Apple stellt mit me.com ein funktionierendes Cloudsystem zur Verfügung, welches automatisch die wichtigsten Dinge mit der Cloud synchronisiert. Allerdings ist der Dienst wegen seiner Performance nicht ganz unumstritten und kostet zudem Geld. Jedoch steht der Nachfolger iCloud bereits in den Startlöchern. iCloud ist kostenlos und synct Daten bis zu 5 GB kostenlos (Bilder und Musik laufen nicht in die Berechnung mit ein). Wichtig ist dabei: Es können neben Musik und Bildern auch Systemeinstellungen, Termine, Kontakte, Mails etc. vollautomatisch synchronisiert werden – eben alles, was man am anderen Ende der Welt auch brauchen könnte – kostenfrei bis 5 GB.
Für Windows gibt es mit Windows Live auch eine Cloud, aber diese beschränkt sich eben in erster Linie auf Dokumente und Bilder, nicht auf andere wertvolle Informationen. Zudem müssen erste einige Hausaufgaben gemacht werden, um die Cloud in Betrieb nehmen zu können.
Und damit komme ich zu meiner persönlichen Zusammenfassung:
Ein Mac ist eine Investition in einen – zumindest aus technischer Sicht – sorgenfreien Arbeitsalltag. Um den Mac versammeln sich durchdachte und schlüssige Konzepte, die das Arbeiten erleichtern und damit wertvolle Zeit einsparen. Zeit ist Geld! Arbeitsmittel in Form von Software können mitunter effektiver und günstiger als vergleichbare Windowsanwendungen sein. Wenn wir diese beiden zugegeben nicht vollständig kalkulierbaren Faktoren berücksichtigen, ist ein Mac mitunter günstiger als ein PC.
Ein Mac ist jedoch auch eine Art Lebenseinstellung, die einem nicht gefallen muss. Ich würde niemals behaupten, dass andere Lösungen nicht auch durchaus ihre Reize haben bzw. grundsätzlich schlecht sind. Auch ein Mac ist nicht perfekt und wer sich dem Clan der Macjünger anschliesst, macht sich ein Stückweit abhängig vom Big Apple.
Natürlich freue ich mich über Kommentare, Kritik und Diskussionen zu diesem Artikel – flache, unbegründet abwertende Äusserungen zu diesem, oder jenem System werden hingegen kommentarlos gelöscht. Derartige Kommentare können wir uns bei Bedarf zu Genüge zusammengoogeln
“flache, unbegründet abwertende Äusserungen zu diesem, oder jenem System werden hingegen kommentarlos gelöscht.” <- dann hat dein Beitrag seine Daseinsberechtigung wegen sehr dünner Argumente bereits verloren.
Stimmt hast recht! Ich hab den Absatz rausgelöscht und ergänze: Schade dass dir meine Sichtweise bezogen auf den Beispiel-Vergleich nicht zugesagt hat. Sicherlich gibt es Gegenargumente, oder bessere Vergleiche – das war eben meiner und ich fand es einfach mal wichtig zu erwähnen, dass es beim Kauf von Hardware ggf. rentabel ist, auch die Softwarepreise in den Preisvergleich einzubeziehen.
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